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Wo nichts Anderes erwähnt ist, sind die Fotos von Poul-Jørgen Christensen genommen.

 
   
     

 

 

          Vor dem Weihnachten von 2006 entschloss ich mich dazu, die Airbus Betriebe im Blacnac Flughafen in der Nähe von Toulouse zu besuchen.

 

          Am 2. Mai 2007 wurde all dies verwirklicht. Auf meiner Fahrt nach Toulouse war ich trotzdem im östlichen Frankreich. Daraus wurde ein Besuch und ein Flug auf dem Altiport Courchevel. Darüber kann man anderswo auf dieser Homepage in einer getrennten Geschichte lesen. Nach Toulouse gibt es aber etwa 2500 Kilomter und dasselbe für die Rückfahrt. Auf diese Weise bekommt man also ein groβes Erlebnis im Gepäck. Der Urlaub war sehr schön.

 

          Die Airbus Führung wurde von einer externen Firma namens Taxiway wahrgenommen. Im Dezember 2006 schickte ich also eine Email an Taxiway mit einer Bitte um einen Besuch Anfang Mai oder Ende April. Ich wusste, ich muβte mindestens zwei Monaten warten, um die A380-Strecke zu besuchen, wogegen man die anderen Strecken die A330/340 und die Beluga kurzfristig bestellen konnte. Ich bestellte beide Führungen, aber nur die A380 war auf Englisch. Die anderen erwähnten Strecken waren auf Französisch, aber hier konnte man eine schriftliche englische Übersetzung bekommen. Aber vieles ist in der englischen Übersetzung nicht erwähnt. Man kann an Taxiway auf Englisch schreiben, und die Firma schreibt schnell zurück. Schon am Tag danach hatte ich vier Daten, zwischen denen ich wählen konnte, und ich wählte den 2. Mai.

 

          Von meinem eigenen Computer hatte ich den Hotel ein paar Kilometer von Airbus Visit bestellt und kam deshalb am vorherigen Abend an. Es regnete sehr viel, als ich nach Toulouse ankam, aber am Tag vorher war es schlimmer gewesen mit beinahe Wolkenbruch, was ich auch am Tag vorher im Fernsehen gesehen hatte. Ich fuhr aber an die Stelle vorbei, wo ich am kommenden Tag sein sollte, damit ich wusste, wo es war. Nach einem guten Schlaf die ganze Nacht durch und ein bisschen Frühstück fuhr ich rechtzeitig nach Airbus Visit, wo ich meine erste Führung um 10.45 Uhr haben sollte. Glücklicherweise war ich früh dran. Ich stand 20 Minuten Schlange, bevor ich einchecken konnte. Beim Eincheck sollte ich meinen Paβ bereit haben, damit ich einen Ausweis hatte und meine eigene Person beweisen konnte. An derselben Stelle stellte man auch sicher, dass niemand seine eigene Kamera oder Handy mitbrachte. Man wurde mit einer Ausweiskarte und einem Buchstaben ausgestattet. Damit hatten alle auf dieser Führung einen Buchstabe an sich. Dies kontrollierte man am Eingang der Fabrik. Der Wache kam in den Bus, um jeden einzelnen zu kontrollieren.

 

          Die Führung fing mit einem Video von etwa 20 Minuten an. Es ging um die Testflüge mit der A380, wo wir unter anderem das allererste vom Cockpit gesehenen Take-off sahen. Bei dem ersten Take-off wog das Flugzeug 417 Tonnen, wovon die ersten 21 Tonnen Testausstattungen waren. Die Testflugzeuge sind mit Telematrie ausgestattet, so dass sämtliche Auskünfte über das Flugzeug zur Erde geschickt wurden. Auch Videosignale sehr vieler Kameras, die das Flugzeug innen und auβen überwachten. Die telematrischen Signale wurden von mehreren Erdstationen erhalten, damit der ganze Gebiet vom südlichen England und ganz nach Italien gedeckt war. Auf diese Weise vermied man einen Verlust an Signalen. Auf einmal werden Signale von vier Flugzeugen erhalten. Wir sahen unter anderem einen Film mit Stallübungen, die übrigens in 8000 Fuβ vorging. Es war ganz unglaublich, wie sehr das Flugzeug während dieser Übungen zitterte. Man muβte ja Hunderte von Stallübungen in allen möglichen Konfigurationen machen. Bei den Übungen, die wir erlebten, geschah es bei etwa 140 Knoten. Ich glaube, es war so, denn ich muβte viele Sachen kontrollieren. Gleichzeitig erzählte der Fremdenführer viele Sachen auf ausgezeichnetes Englich. Deshalb muβte ich alles über die Rundführung in meinem Auto nachher niederschreiben. Sonst hätte ich gar nichts erinnert. Ein anderes Mal werde ich einen Schreibblock mitnehmen oder eine viel bessere Idee wäre, dass ich ein Diktaphon mitnähme, wenn es erlaubt wäre.

 

          Selbstverständlich erinnere ich mich an Zahlen der Führung. Die Treibstofftanks des Flugzeugs fassen 310000 Liter. Das entspricht einer Flugdauer von 14 bis 15 Stunden. Der Brennstoffverbrauch ist der bis jetzt niedrigste. Nämlich 2,9 Liter pro 100 Kilometer für jeden Sitz in einer Standardversion (555 Sitze). Die heutige Norm in einem wirtschaftlichen Flugzeug sollte laut Airbus etwa 3,5 Liter sein. Die Flügel sind in jeder Seite mit 3000 Stück Titaniumbolzen festgebolzt. Die Rumpfsektionen sind duch etwa 19000 Nieten zusammengesetzt jedesmal, wenn zwei Sektionen zusammengesetzt werden. Ein Besucher stellte eine Frage über den Preis eines solchen Flugzeugs, aber man konnte ihm keine eindeutige Antwort geben, weil alle Flugzeuge ja für den Kunden speziell gebaut waren, und weil einige Kunden mehr Flugzeuge als andere Kunden bestellten, was auch den Preis festlegte, aber man hatte einen Ausgangspunkt von etwa 290 Millionen Dollars. Die Motoren betrugen einen Drittel davon. Also waren die Motoren sehr teuer.

 

          Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten zum Zeitpunkt der Führung einen Auftrag von 43 Flugzeuge erteilt. Aber ich habe gehört, nachdem ich wieder in Dänemark war, dass sie noch eines bestellt hatten. Ich glaube, sie haben seitdem noch sechs Flugzeuge bestellt. Also haben sie jetzt insgesamt 50 Flugzeuge bestellt. Die Firma hatte übrigens ein paar Luxusflugzeuge bestellt, in denen jeder einzelne seinen eigenen Raum mit privater Toilette hatte. Also soll man keinen einfachen Handwerker sein wie ich, um einen Ticket dort zu kaufen.

 

          Zunächst einmal soll man eigentlich vier Flugzeuge jeden Monat bauen, und später hat man das folgende Ziel von 8 Flugzeugen jeden Monat. Singapore Airlines wird zum Oktober das erste Exemplar bekommen. Dieses Flugzeug stand in der Testhalle. Die ersten bestellten Flugzeuge für Qantas Airways und die Emirate standen auch in der Testhalle. Man konnte ganz deutlich sehen, wer die einzelnen Flugzeuge haben sollte, weil die Schwanzflosse gemalt wird, bevor sie ans Flugzeug gesetzt wird. An dem Tag, wo ich Airbus besuchte, sammelte man das Flugzeug Nummer 20 in der Montagehalle. Ich weiss nicht, wer dem Flugzeug gehören wird, aber es wurde ganz bestimmt gesagt.

 

          Insgesamt sind von 6 Flugzeugen 2600 Teststunden geflogen. Davon behält Airbus das eine Flugzeug: Nämlich die Nummer eins, F-WWOW. Die übrigen Flugzeuge sind verkauft. Ich weiss nicht wo zu.

 

          Solltest du die Zeit und die Lust haben, ist ein Besuch in den Airbus Betrieben von Toulouse ganz bestimmt empfehlenswert. Wenn man im Auto fährt, wird man wahrscheinlich etwa 4000 Kilometer fahren müssen, wenn man die schnellste Route fährt. Aber man kann natürlich auch wie ich einen Urlaub daraus machen, denn in Frankreich gibt es viele schöne Stellen und deshalb viel zu erleben.

 

 

 

 

Poul-Jørgen

 

 

 

 

 

Den Eingang zum Besuchsteil von Airbus sieht man hier. Angeblich sollte das ein Rumpfteil für ein A380 Flugzeug sein, aber meiner Meinung nach ist es mehr ein Versuch, das Flugzeug nachzubilden. Der Kreis um die Eingangstür sollte angeblich dieselbe Gröβe haben wie das Einsaugen der Motoren.


 

 

Das Herstellungsgebäude des A380 Flugzeugs sieht man hier. Es misst 500 mal 250 Meter und 46 Meter in der Höhe. Während eines Besuchs in der Halle sieht man aber nur einen kleinen Teil davon. Im Laufe der Führung sieht man die drei Gewölbe links innen, wo drei Stück A380 Flugzeuge nebeneinander stehen. Der Gewölbe ganz rechts ist die Montagehalle, die man nicht zu sehen bekommt. Die Halle, wo die drei Flugzeuge stehen, ist, wo die Flugzeuge getestet werden. Das dauert insgesamt drei Wochen. Hier ist der Test eingeschlossen, der im Freien durchgeführt wird. Der Zusammenbau dauert nur eine Woche, und auf diese Weise stimmt die Zusammensetzung von Hallen überein. Das Gebäude hinten ist ähnlich, so dass man gleichzeitig an 8 Flugzeugen arbeiten kann.


 

 

Diese Tanks fassen nur Wasser und sind ein Teil der Feuerbereitschaft. Damit ist man sicher, dass das Wasser für ein eventuelles Feuer ausreicht.


 

 

Obwohl drei sehr groβe Flugzeuge nebeneinander stehen, scheint die Halle nicht besonders groβ zu sein. Man wird tatsächlich ein bisschen enttäuscht, wenn man zuerst die Halle betritt. Wenn man näher darüber denkt, und wenn man weiss, dass die Halle 24 Meter hoch ist, und dass man durch einen Fahrstuhl transportiert wird, kann man einfach ausrechnen, dass wir im 6. oder 7. Stock sind. Es besteht den Abstand von 46 Metern zur Oberkante Dach. Die Flugzeuge haben eine Spannweite von etwa 80 Metern, und einen kleinen Arbeitsabstand besteht, so dass der Abstand zum anderen Ende ziemlich groβ ist.

Dieses Foto ist von einer Postkarte gescannt, die im Airbus-Shop gekauft ist.


 

 

Dieses Foto ist in der Montagehalle genommen, und aus diesem Grund kann ich nicht näher darüber erzählen, weil wir sie ja nicht besucht haben.

Das Foto ist von einer Postkart gescannt, die im Airbus-Shop gekauft ist.


 

 

Dieses Foto ist auch ein Scanning von einer Postkarte. Hier sieht man im Hintergrund das Herstellungsgebäude. Eben über das groβe Banner im Foto oben rechts gibt es eine Aussichtsplattform, die man während der Führung betritt. Sie liegt in derselben Höhe, ganz wie man in die Produktionshalle guckt. Der dunkle Streifen ist der Fensterteil mit Türen, wo man den Balkon betritt.


 

 

Dieses und die nächsten zwei Fotos sind Scannings von Postkarten. Leider durfte man ja nicht im Bereich fotografieren, aber das war auch ganz wie erwartet. Längere Strecken im Bus wurden gefahren. Insbesondere bei der späteren Führung der A330/340 und Beluga Produktion. Hier sahen wir zwei Take-offs mit der A380 ganz nah, aber wegen des Fotoverbots hatte ich leider keine Kamera, um das Ereignis zu fotografieren. Ein eventuelles anderes Mal werde ich jedoch mindestens einen Tag extra mit dem Fotografieren verbringen. Auf den Busfahrten fand man ja sehr gute Stellen im öffentlichen Bereich, wo man als Fotograf fotografieren konnte, aber man war jedoch dem Ende der Bahn nah. Leider musste ich schon nächsten Morgen nach Hause fahren. Ich hatte etwa 2300 Kilometer nach Hause, und ich hatte den Beschluss gemacht, dass ich Ferte Allais auf dem Heimweg besuchen wollte. Aber leider war das Museum nicht geöffnet, als ich vorbeikam, weshalb ich unverrichteter Sache bloβ weiterfuhr.